Nach den letzten frostigen Nächten wird es nun warm und die Amphibien beenden ihre Winterstarre und gehen auf Wanderschaft. Die mildere Witterung mit Nachttemperaturen über 5 °C und Niederschlag treibt Frösche, Kröten und Molche wieder an den Ort ihrer Geburt zurück. In allen bayerischen Landkreisen gibt es daher Aktionen zum Schutz der Tiere, die im Frühjahr zu ihren Laichgewässern wandern, so auch im Landkreis Lindau.

Die immer höhere Straßendichte führe dazu, dass die meisten Tiere bei ihrer Wanderschaft Fahrbahnen überqueren müssten. Gerade im direkten Umfeld von Laichgewässern könne die Anzahl an überfahrenen Tieren so groß werden, dass die Existenz der ganzen Population auf dem Spiel stehe, so der Bund Naturschutz.

Im Landkreis Lindau werden an insgesamt 18 Straßenabschnitten Schutzzäune aufgebaut oder Straßenabschnitte nachts gesperrt. „Nur durch die Zusammenarbeit mit den lokalen Bauhöfen, der Straßenmeisterei und den vielen ehrenamtlichen Helfern kann diese Aktion realisiert werden“, schildert Dominik Fiegle, Geschäftsstellenleiter der BN Kreisgruppe Lindau, der für die Aktion jährlich Fördergelder beim Umweltministerium beantragt.

Entlang der Zäune werden Eimer eingegraben, in denen sich die Tiere sammeln. Damit die Tiere sicher zur ihrem Tümpel kommen, werden sie täglich von ehrenamtlichen Helfern über die Straße getragen und dabei gezählt und erfasst. So können zeitgleich auch Hinweise auf die Größe der Bestände gesammelt werden.

Aktuell starten die Wanderungen im Bodenseegebiet und in Schlachters und Weißensberg. Jedoch auch in den höheren Lagen Richtung Scheidegg und im restlichen Westallgäu beginnt demnächst die Wanderung.

Foto: Heide Frobel

Die Maßnahmen im Landkreis Lindau:

Abfangzäune:

Sperrungen: