Die Botschaft ist klar: Je schneller ein Defibrillator eingesetzt wird, desto größer ist die Chance, ein Menschenleben zu retten. Passend dazu wurde im Lindauer Ortsteil Unterreitnau ein neuer öffentlich zugänglicher Automatisierter Externer Defibrillator (AED) installiert.
Mit der Veröffentlichung der neuen Reanimationsleitlinien 2025 wird einmal mehr deutlich: Die ersten Minuten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand entscheiden über Leben und Tod. Eine sofortige Alarmierung, konsequente Herzdruckmassage und der frühzeitige Einsatz eines Defibrillators erhöhen die Überlebenschancen erheblich. Die neuen Leitlinien vereinfachen das Vorgehen für Laien und stärken das Vertrauen, im Notfall richtig zu handeln.
Vor diesem Hintergrund wird die Ausstattung des Landkreises Lindau mit öffentlich zugänglichen Defibrillatoren weiter ausgebaut. Kürzlich wurde ein neuer AED an der „Alten Schule“ in Unterreitnau angebracht. Der Standort ist rund um die Uhr von außen zugänglich und damit jederzeit erreichbar. Neben Unterreitnau wird auch die Gemeinde Hergatz zeitnah mit einem neuen Defibrillator ausgestattet.
Der Landkreis Lindau hat die Finanzierung der zwei neuen Defibrillatoren übernommen. Die Sparkassenstiftung Schwaben-Bodensee unterstützt das Vorhaben mit insgesamt 4.250 Euro. Den Betrieb des Geräts in Unterreitnau übernimmt künftig die Stadt Lindau.
Insgesamt sind momentan über 60 öffentlich zugängliche AEDs im Landkreis Lindau gelistet. Auf der AED-Katasterkarte der Region der Lebensretter sind alle Standorte der öffentlich zugänglichen Defibrillatoren eingetragen und werden laufend aktualisiert. Der Landkreis ruft gemeinsam mit der GesundheitsregionPlus Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich mit den AED-Standorten in ihrer Nähe vertraut zu machen und im
Ernstfall beherzt zu handeln.
